Der Bahnhof Zoo

Neben sympathischen kleinen Kiezen, dem weltberühmten Kurfürstendamm, dem Breitscheidplatz mit Gedächtniskirche und Europacenter liegt auch der nicht minder bekannte Bahnhof Berlin-Zoologischer Garten – oder kurz „Bahnhof Zoo“ genannt – in meinem Wahlkreis.

Mit der Inbetriebnahme der Stadtbahn 1882 entstand auch die Station, die nach dem benachbarten Zoologischen Garten ihren Namen erhielt.

Schon zwei Jahre nach der Inbetriebnahme 1882 später wurde der Bahnhof Zoologischer Garten auch Fernbahnhalt. Dies blieb der Bahnhof über mehr als 120 Jahre.

Zwischen 1952 und 1976 war der Bahnhof Zoo der einzige Fernbahnhof im Westteil der nunmehr geteilten Stadt und blieb auch nach Inbetriebnahme des Bahnhofs Wannsee 1976 als Fernbahnhalt bis 1990 praktisch der West-Berliner Fernbahnhof.

Wie ein Rückschritt mutete dann die heftig umstrittene Entscheidung des damaligen Vorstandsvorsitzenden der DB AG Hartmut Mehdorn an, mit Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes im Jahr 2006 den Bahnhof Zoo entgegen aller vorher getroffenen Planungen und Vereinbarungen vom Fernverkehr abzukoppeln.

Seine herausragende Rolle für die Region und den Berliner Nahverkehr hat der „Bahnhof Zoo“ sich dennoch bewahrt. Er ist wichtiger Halt auf der im Regionalverkehr nach wie vor die Hauptlast tragenden Stadtbahn, hier treffen sich wichtige S- und U-Bahnlinien, auf dem Hardenbergplatz vor dem Bahnhof liegt die größte Bushaltestelle Berlins.

Meine Bemühungen als Wahlkreisabgeordneter beziehen sich darauf, den Bahnhof seiner Funktion gerecht zu gestalten. Das betrifft insbesondere meinen ständigen Dialog mit der Bahn AG zu den Themen Ausstattung und Sauberkeit des Bahnhofes, Reaktivierung der seit Jahren leerstehenden Zoo-Terrassen und auch den Dialog mit Anliegern, Bezirk und Stadtverwaltung zu Gestaltung und Erscheinung des unmittelbaren Umfeldes. Im Koalitionsvertrag wurde außerdem vereinbart, den Bahnhof Zoo wieder zu einem Fernbahnhalt zu machen.